CMD – ein vielschichtiger Symptomkomplex

CMD bedeutet cranio-mandibuläre Dysfunktion. Cranium ist die lateinische Bezeichnung für Kopf, Mandibula bedeutet Unterkiefer. Das Gelenkköpfchen vom Unterkiefer und die Gelenkpfanne des Schläfenbeines ( os temporale) bilden als Gelenk eine funktionale Einheit. Wie bei jedem anderen Gelenk können vielfältige Störungen auftreten. Fehlbisse, Fehlanlagen im Kieferbereich, Ohrenentzündungen im Kindesalter, Atlasverschiebungen und andere Störungen in der Halswirbelsäule können zu Bissveränderungen und anderen Belastungen des Kiefergelenkes führen. Falsche Beiß und Haltegewohnheiten, sowie Zähneknirschen- und pressen führen ebenso zu Belastungen rund um das Kiefergelenk. Nerven sind ganz besonders empfindliche Gewebe, sie reagieren auf Entzündungen oder äußere Einflüsse, aber auch auf Beanspruchung durch längeres Mundaufhalten, zum Beispiel während langen Eingriffen beim Zahnarzt.

Unser Kausystem mit den 3-dimensional beweglichen Kiefergelenken leistet mit die komplexesten Gelenkbewegungen im Körper. Mit bis zu 800 Newton wird die größte punktuelle Kraft mobilisiert.

Bei einem – durch viele Ursachen bedingtem – gestörten Zusammenspiel von Schädel und Unterkiefer treten Symptomkomplexe auf, die unter dem Oberbegriff Cranio Mandibuläre Dysfunktion (CMD) zusammengefasst werden.

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Kaumuskeln und Kiefergelenk können große Kräfte entwickeln und sind trotzdem empfindliche Strukturen.

So können plötzlich Fehlfunktionen und Störungen entstehen, die vordergründig keine erkennbare Ursache haben – wie unter anderem:

// Spannungskopfschmerz

// Migräne und Cluster-Kopfschmerz

// Cervicogener Kopfschmerz (Halswirbelsäulenbedingt)

// Kiefergelenk- und Zahnschmerzen, Zähneknirschen

// Tinnitus / Ohrenschmerzen

// Neuralgien im Gesicht, wie z.B. Trigeminusneuralgie

// Kopfschmerzen bei Winkelfehlsichtigkeit

// Schulterschmerzen und Nackenverspannungen

Mein Therapiespektrum bei CMD

In ruhiger Atmosphäre beleuchten wir gemeinsam die Vorgeschichte Ihrer Beschwerden. In einer standardisierten Funktionsuntersuchung teste ich alle beteiligten Strukturen und erkläre Ihnen die auslösenden und beitragenden Faktoren. Die anschließende Behandlung richtet sich nach Ihren Beschwerden und den Funktionsbefunden.

Mit sanften manualtherapeutischen, cranio-sacralen und osteopathischen Techniken ist es möglich, bestehende Blockaden und neuronale Einschränkungen zu lösen. Bei Nervenschmerzen wende ich die sehr wirksame Methode der Punkt-Elektrotherapie an. Sogar äußerst schmerzhafte Trigeminusneuralgien und Gesichtslähmungen können so behandelt werden. Auch Laserakupunktur und Akupunktur mit Dauernadeln, Ultraschall-Behandlung, Kinesio-Taping sowie Neuraltherapie kommen zum Einsatz.

Sie bekommen speziell für Sie erstellte Mobilisations- und Entspannungsübungen für den betroffenen Bereich. Gegebenenfalls wird, auch in Absprache mit Ihrem Zahnarzt, eine Entlastungsbeißschiene individuell angepasst.