Ausleitung schädlicher Schwermetalle mit Chelat / EDTA

Eine gefährliche Kombination: Schwermetalle und Freie Radikale

Neue Studien belegen, dass Schwermetalle im Körper für die Entstehung der sogenannten freien Radikale verantwortlich sein können. Freie Radikale entstehen in unserem Körper als Nebenprodukt des Sauerstoff-Stoffwechsels. Dies ist ein rein physiologischer Vorgang und unsere Körperzellen sind normalerweise gut gegen den Angriff von freien Radikalen geschützt, da sie über ein komplexes „antioxidatives“ Zellschutzprogramm verfügen. Wenn dieses System allerdings überlastet ist, kommt es zum „Zell-Stress“ (siehe Mitochondriopathie). Das bedeutet, dass die freien Radikalen, wenn sie in der Überzahl sind, aggressiv unsere Zellen angreifen können. Bevorzugte Angriffsziele sind die Zellmembranen, die DNA, Lipide und Proteine. Somit sind die freien Radikale maßgeblich an der Entstehung zahlreicher Erkrankungen beteiligt, wie z.B. Arteriosklerose, Morbus Alzheimer, Morbus Parkinson, Multiple Sklerose, Krebs, und massive Schädigungen des Immunsystems.

Auch genetischen Defekte im Fettstoffwechsel können zur Anhäufung von Metallen und Toxinen im Organismus führen. Auch dadurch entstehen freie Radikale im Übermaß (oxidativer Stress) und verursachen Zellmembranschädigungen (auch in den Innenwänden der Arterien). Hierdurch entstehen kleine Verletzungen, Cholesterin kann in die Arterienwände eindringen, dort oxidieren und den Anfang einer arteriosklerotischen Ablagerung (sog. „Plaques“) bewirken. Durch die Gefäßverengungen kommt es zu Durchblutungsstörungen. Organe und Gewebe können nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nahrung versorgt werden und die Stoffwechselprodukte können nicht mehr abtransportiert werden. Die Entgiftung verlangsamt sich und führt zur Stoffwechselstörung.

quecksilber-belastung

Durch Umwelt und Nahrung können wir unbemerkt giftige Schwermetalle wie Quecksilber aufnehmen. Sie reichern sich im Gewebe an und sind an der Entstehung von Schmerzen und Krankheiten beteiligt.

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Die Chelatverbindung EDTA ist als sogenannter Komplexbildner geeignet, Schwermetall zu binden und somit aus dem Körper zu entfernen.

Chelat-Therapie als ambulantes Verfahren zur Ausleitung von schädlichen Metallen

Beim Ausleitungsverfahren mittels der sogenannten Chelat-Therapie wird dem Körper unter anderem eine Lösung zugeführt, die verschiedene Mineralstoffe und Vitamine enthält, vor allem aber den Wirkstoff EDTA. EDTA ist eine Abkürzung für „Ethylen-Diamin-Tetra-Acetat“ (in der Infusionstherapie wird es meist in der Form des Na-EDTA verwendet). Es besitzt die Eigenschaft, Schwermetalle, z.B. Blei und Kadmium sowie das Leichtmetall Kalzium im Körper zu binden und über die Nieren auszuscheiden.

Metalle sind nicht grundsätzlich schädlich für uns – im Gegenteil: Unser Körper benötigt für viele seiner Funktionen lebenswichtige Metalle wie z.B. Calcium, Magnesium, Kalium für Herz- und Nervenfunktion oder Zink, Chrom, Selen für enzymatische Körperfunktionen. Einige Metalle sind jedoch schon in geringsten Spuren hoch giftig, wie z.B. Quecksilber, Blei, Aluminium oder Arsen. Durch Medikamente, Zahnmetalle, Zigarettenkonsum, Kosmetika usw. gelangen die unterschiedlichsten Schwermetalle wie z.B. Quecksilber, Blei, Kadmium, Palladium, Aluminium, Arsen, Eisen, Nickel u.v.m. in unseren Körper, verbinden sich dort mit organischen und anorganischen Stoffen und verursachen so gefährliche Vergiftungen. Schon seit längerer Zeit warnen Umweltexperten vor den erheblichen gesundheitlichen Risiken durch Umweltbelastungen.

Chelattherapie auch mit positiver Wirkung bei Arterienverkalkung

Deshalb ist die Chelattherapie sowohl bei Metallvergiftungen als auch zur Behandlung von Arterienverkalkung hervorragend geeignet. Da die Moleküle des EDTA jene Stoffe wie mit Klauen umschließen und unschädlich machen, hat man die Lösung „Chelat“ genannt, nach griechisch „Chele“, das heißt „Klaue“.Indem die metallischen Katalysatoren gebunden und ausgeschieden werden, reduziert sich der Angriff der Freien Radikale auf die Zellen. Zellmembranschädigung und Zellmutation verringern sich. Die Arteriosklerose wird gestoppt, Plaques werden abgebaut, die Elastizität der Arterien wird verbessert, Kalziumüberladung wird zurückgeführt und dadurch kann das Blut wieder besser fließen.

Eine Zusammenfassung der wichtigsten Wirkungen der Chelat-Therapie

  • senkt den Blut-Kalziumspiegel und stimuliert so die Ausschüttung von Parathormon der Nebenschilddrüse. Dieses Parathormon ist verantwortlich für die Ableitung von Kalzium, z.B. in die Knochen
  • antikoaguliert, dass heißt es hemmt die Blutgerinnung. Es vermindert das Zusammenkleben der Blutplättchen, die zu Thrombosen führen können
  • stimuliert eine Vergrößerung von kleinen Gefäßen, damit diese einen Umgehungskreis bilden
  • Na-EDTA ist ein Antioxidans und vermindert den Schaden durch freie Radikale, die aus der Fett-Peroxidation entstehen
  • entfernt Metall-Ionen, die zu viel und an falschen Orten abgelagert sind
  • verbessert die Integrität der Zellmembrane
  • baut somit den arteriellen Plaque ab und kann Operationen vermeiden
  • verbessert den Sauerstofftransport und somit die Sauerstoffversorgung

Untersuchungen vor Beginn einer EDTA-Chelat-Therapie

  • Ausführliche Anamnese und laufende Medikation
  • Kardiologische Untersuchung inkl. Belastungs-EKG beim Arzt
  • Laborstatus inkl. großes Blutbild und Nierenfunktionsleistung (Kreatinin)
  • Aufklärung des Patienten über eventuelle Nebenwirkungen der Behandlung und zwingend notwendige Substitution von Vitaminen, Mineralien und essentiellen Spurenelementen.

Wie wird die EDTA-Chelat-Therapie durchgeführt?

Die Patienten liegen für die Dauer von mindesten eineinhalb bis drei Stunden, in einem bequemen Sessel, trinken während dieser Zeit reichlich Wasser um die Nierenfunktion anzuregen, weil die Abbauprodukte wie Metall, Ionen, Kalzium, Cholesterin und andere Bestandteile der arteriosklerotischen Plaques zusammen mit der EDTA-Lösung den Körper über die Nieren verlassen müssen. Zwischendurch wird eine kleine Obstmahlzeit gereicht, damit der Urin im alkalischen Bereich bleibt, weil die Ausscheidung dann optimal ist und um gleichzeitig einer Unterzuckerung entgegen zu wirken.

Wie viele EDTA-Chelat-Behandlungen sind notwendig?

Eine Behandlung besteht aus 10 bis 20 EDTA-Chelat-Infusionen, zusammen mit einer guten Ernährung, empfohlenen und notwendigen Mikronährstoffen, gesunde Bewegung und Stressmanagement. Ungesunde Gewohnheiten wie z. B. das Rauchen sollten unbedingt aufgegeben werden. Es ist überaus wirksam, nach Abschluss der Erstbehandlung monatlich eine Infusion zu verabreichen, um den Therapieerfolg zu halten und eine weitere Besserung zu bewirken. Die EDTA-Chelat-Therapie kann auch nach operativen Eingriffen durchgeführt werden, z. B. nach einer Bypassoperation, um einem erneuten Verschluss der Bypässe vorzubeugen.